Wie die Krise das Verhalten der Shopper verändert

 

Auch ohne Krisenszenarien stehen Marken unter einem enormen Druck. Verbraucher werden  anspruchsvoller und eine Vielzahl von Medien spricht die Kunden an, daher ist ein starker und stimmiger Markenauftritt von enormer Bedeutung.

In Krisenzeiten müssen Unternehmen versuchen mit kreativen und innovativen Ideen am Markt präsent zu sein. Daher wäre ein Zurückfahren der Spendings genau jetzt der falsche Ansatz. Jetzt ist der prädestinierte Zeitpunkt diese Krise als Chance zu begreifen um die eigene Marke zu stärken. Dazu reicht es nicht sich ausschließlich auf die klassische Markenkommunikation zu setzen.
Erfolge werden vor allem durch innovative Kommunikationskonzepte am POS erreicht, denn der POS spielt eine zentrale Rolle, wenn es um den Erfolg der Marke geht. Dementsprechend ist es wichtig, das Verhalten der Kunden gerade in dieser Zeit zu kennen, um auf Basis dieser Kenntnis eine Strategie zu verfassen.

Obwohl der Ansturm auf Hygieneprodukte und Grundnahrungsmittel darauf hinzudeuten schien, dass die Verbraucher blind nach den, ihres Erachtens, notwendigen Dingen greifen, zeigen Erhebungen, dass das Shoppingverhalten sich hier auf ganz andere Weise verändert hat. Im Laufe des Lockdowns haben sich spannende Verhaltensweisen aufgetan.

So ist das Erstellen von Einkaufslisten auch in urbanen Räumen deutlich angewachsen – in ländlichen war dies schon vorher  ausgeprägt-. Dieses Verhalten lässt sich vor allem wohl darauf zurückführen, dass die Shoppinglust  während der Ausbreitung der Pandemie  deutlich zurückgegangen ist.  Die Kunden kaufen in der Folge mehr Produkte und verbringen somit auch eine längere Zeit in den Supermärkten.

Durch die Kontaktbeschränkungen sind viele Konsumenten auch zu Onlineangeboten gewechselt, dementsprechend ist hier die Suche nach Gutscheinen um über 20% gestiegen. Durch die erhöhte Onlinezeit stieg auch die Besucherrate von Vergleichsportalen. Rund 20% der Käufer vergleichen häufiger die Preise als vor der Pandemie.

Eine weitere Statistik besagt, dass die Menschen während des Lockdowns stärker auf Produktbeschreibung achten als zuvor, dies widerspricht der Theorie der Panikkäufe und deutet darauf hin, dass bewusst darauf geachtet was gekauft wird.
Einige Marken haben schon den ersten Schritt gewagt und die Strategie an die neue Situation angepasst.

Insgesamt deuten alle Forschungsergebnisse darauf hin, dass Marken trotz der durch die Pandemie verursachten Umwälzungen immer noch die Möglichkeit haben Kundenloyalität zu bewahren. Hierfür ist es aber unumgänglich sich den  Bedürfnissen der Verbrauchern anzupassen.

Daher heißt es jetzt: Chancen erkennen und nutzen.

Bild von Alexas_Fotos auf Pixabay

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