Über die Zukunft des Field Marketings

 

Als die Corona-Pandemie ausbrach, war die Angst der Medienbranche vor der aufkommenden Krise groß.
Einige Marken entwickelten speziellen Kampagnen und zeigten soziale Verantwortung und ein Einfühlungsvermögen, welches zum Teil weit über den reinen Verkauf von Waren und Dienstleistungen hinausging. Die Botschaft und der Ton änderten sich. Kein Wunder, denn die Verbraucher nehmen das Verhalten von Unternehmen sehr genau zur Kenntnis und der Anspruch an die Unternehmen auch in Bezug auf ethische Fragen wächst beständig.

Die Öffentlichkeit erwartet von den Unternehmen, dass sie ihren Worten nun Taten folgen lassen, konsequent handeln und sich positionieren.

Think globally –  Act locally

Obwohl das Field Marketing, mit zu den am stärksten von der Pandemie betroffenen Marketingdisziplinen gehört, ist davon auszugehen, dass das Field Marketing sich wieder erholen wird, vor allem wenn man beachtet, dass die Verbraucher eine Rückbesinnung auf das Lokale vollzogen haben.

Denn durch die Restriktionen, welche den Verbrauchern im Zusammenhang mit der Corona Krise auferlegt worden sind, sind lokale Werbemaßnahmen wichtiger denn je geworden.  Der Aktionsradius der meisten Menschen ist heute so klein wie kaum zuvor. Relevante Touch-Points befinden sich nun fast durchweg in Laufdistanz. Für Werbekampagnen ist lokales Marketing daher unverzichtbar geworden und das dürfte wohl auch noch eine ganze Zeit so anhalten.

Das Lokale hat ganz allgemein stark an Bedeutung gewonnen und viele Menschen sind heute wesentlich sensibler gegenüber dem was in ihrem direkten Umfeld stattfindet und angeboten wird als dies noch vor der Pandemie der Fall war. Dieser Trend war zwar auch schon in 2019 zu beobachten, die Ereignisse seit dem März 2020 haben allerdings diese Entwicklung stark beschleunigt. Aktuelle und effektive Werbekampagnen zeichnen sich nun also dadurch aus, dass, dass direkte und damit lokale Bezüge für die Zielgruppe hergestellt werden können.

Sustainabillity im Field Marketing

Neben dem lokalen Marketing hat im Zuge der Corona-Krise auch das Öko-Marketing weiter an Bedeutung gewonnen. Die Diskussion über die Auswirkungen von wirtschaftlichem Handeln auf die Umwelt hat sich nochmals verstärkt.

Werbetreibende sind heute aufgefordert nach Lösungen zu suchen und ihre Prozesse und Konzepte dementsprechend anzupassen. Aber, dass es sich auszahlen wird und zwar nicht nur für die Umwelt, können wir schon heute mit Sicherheit feststellen. Unternehmen müssen jetzt mehr denn je, diesen Ansatz verfolgen, damit Nachhaltigkeit auch im Field Marketing mehr als nur ein bloßes Schlagwort ist.

Der Schritt zu wahrhaft nachhaltigen Aktionen bleibt zwar weiterhin schwer, trotzdem lässt sich beobachten, dass ein Großteil der Marktteilnehmer durchaus willens ist diesen Schritt zu vollziehen.

Authentische Kommunikation

Glaubwürdigkeit ist Trumpf. Es ist weniger wichtig, für welches Produkt geworben wird, sondern wie es dem Konsumenten vermittelt wird. Eine gute Geschichte wirkt deutlich effektiver und steigert die Markenbindung wesentlich stärker.

Marken müssen daher sowohl authentisch als auch effektiv kommunizieren. Für Werbetreibende wird es immer wichtiger werden echte Beziehungen aufzubauen und so regelmäßig wie möglich mit ihren potentiellen Kunden zu kommunizieren, denn immer mehr Verbraucher suchen nach Marken, die transparent und offen sind, bevor sie ihren Kauf tätigen. Verbraucher wollen wissen, wem sie ihr Geld und ihr Vertrauen geben. Und sie wollen wissen, wofür wir es verwendet wird, denn es gibt ein wachsendes Bewusstsein für Ökologie und Ökonomie. Daher werden Authentizität und Transparenz zu den zentralen Themen in der direkten Verbraucherkommunikation.

Motivierende Werbebotschaften, Geschichten aus dem wirklichen Leben und ganz allgemein ein Bekenntnis zum Gemeinsinn stärken die Markentreue ganz erheblich.

Die Zukunft des Field Marketings ist empathisch und lokal geprägt.

Foto von Ann H auf Pexels

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